SumUp
London, Vereinigtes Königreich
Datengrundlage: hoch
Ursprünglich für mobile Kartenzahlung bekannt; bietet daneben Kassen-Software und Kassen-Hardware an.
Passt gut
- Kartenzahlung: Karten- und Barzahlungen werden unterstützt
Im Foodtruck ist die Kasse Teil des Fahrzeugs. Nicht der Funktionsumfang entscheidet, sondern drei sehr handfeste Fragen: Wo wird das Gerät befestigt, woher kommt der Strom, und was passiert, wenn das Mobilfunknetz wegbricht?

Anforderungen
Im mobilen Einsatz scheitern Kassen selten an fehlenden Funktionen, sondern an Platz, Strom und Netz.
Im Truck konkurriert jedes Gerät mit Arbeitsfläche. Kläre Maße, Halterung und ob sich das Gerät während der Fahrt sicher verstauen lässt – vor der Bestellung, nicht danach.
Akkulaufzeit und Ladeanschluss sind im Truck ein echtes Kriterium. Frag nach der Laufzeit unter Dauerlast und ob sich Kasse und Kartenterminal an derselben Quelle betreiben lassen.
Auf Festivals und in Gewerbegebieten ist das Netz oft überlastet. Frag ausdrücklich, ob die Kasse Vorgänge lokal puffert und später überträgt – und teste es an einem Standort mit schwachem Empfang.
Ein System, das bei jedem Standortwechsel neu eingerichtet werden muss, kostet dich jeden Einsatztag Zeit. Frag, was nach dem Einschalten passieren muss, bis der erste Bon läuft.
Foodtrucks fahren meist mit wenigen Gerichten. Das ist ein Vorteil: Du brauchst keine tiefe Artikelverwaltung, sondern eine Oberfläche, auf der alles ohne Scrollen erreichbar ist.
Ein mobiles Terminal mit eigenem Akku ist im Truck meist praktikabler als eine fest verkabelte Lösung. Kläre, was bei Verbindungsabbruch mit einer laufenden Kartenzahlung passiert.
Wenn du wissen willst, welcher Platz sich lohnt, muss die Kasse den Einsatzort erfassen können. Ohne dieses Feld lässt sich der Umsatz später nicht sinnvoll je Standort auswerten.
Auch im mobilen Einsatz gelten für elektronische Kassensysteme die Anforderungen an eine technische Sicherheitseinrichtung (TSE) und an die Belegausgabe. Lass dir vom Anbieter geben, wie die TSE im Truck bereitgestellt wird und ob sie ohne dauerhafte Verbindung funktioniert.
Im festen Betrieb sind Strom, Netzwerk und Stellfläche gesetzt. Im Foodtruck ist jede dieser drei Größen knapp und wechselt mit dem Standort. Deshalb verschiebt sich die Bewertung: Ein System mit weniger Funktionen, das zuverlässig startet und offline weiterläuft, ist im mobilen Einsatz oft die bessere Wahl als das umfangreichere Produkt.
Das Sortiment arbeitet dabei für dich. Wer mit acht Gerichten unterwegs ist, braucht keine Warenwirtschaft und keine tiefe Artikelstruktur, sondern eine Oberfläche ohne Umwege. Umgekehrt lohnt es sich, Geld dort auszugeben, wo es im Truck wirklich weh tut: bei Halterung, Akku und einem Kartenterminal, das auch bei schlechtem Empfang durchgeht.
Ein Punkt, der beim Kauf oft untergeht: die Auswertung nach Standort. Foodtruck-Betriebe entscheiden über Plätze und Veranstaltungen anhand von Zahlen. Wenn die Kasse den Einsatzort nicht erfasst, fehlt dir die Grundlage für genau diese Entscheidung.
Top-Empfehlungen
Reihenfolge nach dem oben genannten Profil. Sie ist nicht nach Provision sortiert – wie wir rechnen, steht unter So vergleichen wir.
London, Vereinigtes Königreich
Datengrundlage: hoch
Ursprünglich für mobile Kartenzahlung bekannt; bietet daneben Kassen-Software und Kassen-Hardware an.
Wien, Österreich
Datengrundlage: hoch
Anbieter eines Kassensystems für kleine und mittlere Betriebe in Gastronomie und Handel.
Österreich
Datengrundlage: hoch
Software-Hersteller mit Kassen- und Warenwirtschaftslösungen für Handel, Dienstleister und Imbissbetriebe.
Vergleich
| Anbieter | Branche genannt | Kartenzahlung | Tischverwaltung | Mobile Bestellaufnahme | Mehrere Standorte | Auswertungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| ETRON | ja | Enthalten | Noch nicht geprüft | Noch nicht geprüft | Höherer Tarif Die Warenwirtschaft umfasst Mehrlagerverwaltung, mehrere Filialen und beliebig viele Kassen | Noch nicht geprüft |
| orderbird | ja | Enthalten | Enthalten | Enthalten | Enthalten | Enthalten |
| ready2order | ja | Enthalten | Zusatzmodul Tischplan, Tischmanagement, Tischbereiche und temporäre Tische – im kostenpflichtigen Gastro-Paket, nicht im Basis-Abo | Zusatzmodul Funkbonierung: Bestellungen werden direkt vom Tisch gesendet – Teil des Gastro-Pakets | Noch nicht geprüft | Enthalten |
| Lightspeed | nicht genannt | Enthalten | Enthalten | Höherer Tarif Lightspeed Tableside: Bestellaufnahme und Zahlung mit tragbarem Kassensystem direkt am Gast; ab Core eine der wählbaren Lizenzoptionen | Höherer Tarif Das Pro-Paket adressiert die Verwaltung mehrerer Standorte ausdrücklich | Enthalten |
| SumUp | nicht genannt | Enthalten | Höherer Tarif Im Kassensystem Plus enthalten | Höherer Tarif Mit Kassensystem Plus: Bestellungen können am Tisch aufgenommen werden | Noch nicht geprüft | Enthalten |
Angaben nach Herstellerunterlagen, kein Testergebnis. „Noch nicht geprüft" bedeutet, dass uns dazu kein Beleg vorliegt – nicht, dass die Funktion fehlt. „Nicht genannt" heißt, dass der Hersteller diese Branche in seinen Unterlagen nicht aufführt.
Anbieter mit eigener Branchenlösung
Diese Anbieter benennen die Branche in ihren eigenen Unterlagen. Das ist keine Rangfolge – die Reihenfolge einer Empfehlung entsteht weiterhin nur aus deinen Angaben im Finder.
Redaktionelle Einordnung von Kassario. Kein Testergebnis und keine Herstellerangabe.
Entscheidungshilfe
Foodtruck ist nicht gleich Foodtruck – der Zuschnitt verschiebt die Prioritäten.
Wenige Einsätze im Monat, eine Person. Hier zählen niedrige laufende Kosten und ein System, das nach Wochen Pause sofort wieder läuft. Achte darauf, ob eine Monatsgebühl auch in einsatzfreien Monaten anfällt.
Tägliche Einsätze, zwei bis vier Personen. Jetzt werden getrennte Benutzer, Schichtabrechnung und eine belastbare Offline-Fähigkeit wichtig – ein Ausfall in der Mittagsspitze kostet hier direkt Umsatz.
Sobald zwei Fahrzeuge oder feste Catering-Aufträge dazukommen, brauchst du eine gemeinsame Artikelpflege und Auswertungen je Fahrzeug und Einsatzort. Das ist derselbe Bedarf wie bei mehreren Standorten im festen Betrieb.
Wir nennen hier bewusst keine Anbieternamen: Ob ein bestimmtes System diese Anforderungen erfüllt, haben wir noch nicht überprüft. Nutze die Punkte als Checkliste für dein Verkaufsgespräch.
Häufige Fragen
Rechtliche Punkte klärst du bitte zusätzlich mit deinem Steuerbüro – wir ersetzen keine Steuerberatung.
Das hängt vom System ab. Manche Kassen puffern Vorgänge lokal und übertragen sie später, andere brauchen eine dauerhafte Verbindung. Lass dir vor Vertragsschluss ausdrücklich bestätigen, wie sich das System bei Verbindungsabbruch verhält – und teste es an einem Standort mit schwachem Empfang, bevor du dich festlegst.
Wichtiger als die Geräteklasse sind Befestigung, Stromversorgung und Bedienbarkeit mit einer Hand. Kläre vor dem Kauf die Maße, ob eine passende Halterung existiert und wie das Gerät während der Fahrt gesichert wird. Zu konkreten Geräten machen wir keine Angaben, solange wir sie nicht selbst geprüft haben.
Wenn du ein elektronisches Kassensystem einsetzt, gelten grundsätzlich dieselben Anforderungen wie im festen Betrieb. Wie das für deinen Fall konkret aussieht, klärst du mit deinem Steuerbüro – wir leisten keine steuerrechtliche Beratung. Vom Anbieter solltest du dir schriftlich geben lassen, wie die TSE bereitgestellt wird und was sie laufend kostet.
Das ist eine Rechnung, die du mit deinen eigenen Zahlen machen musst: Transaktionskosten gegen entgangene Verkäufe, wenn jemand kein Bargeld dabei hat. Auf Veranstaltungen ohne Geldautomat in der Nähe fällt diese Rechnung erfahrungsgemäß anders aus als an einem festen Standplatz.
Oft ja, aber prüfe zwei Punkte: ob zusätzliche Standorte oder Kassenplätze extra kosten und ob sich Umsätze getrennt auswerten lassen. Sonst hast du am Jahresende eine Zahl, aus der du nicht ablesen kannst, welcher Betriebsteil sie erwirtschaftet hat.